Japanische Küche, Rezepte

Japanische vegane Küche

Es gibt Küchen auf dieser Welt, die mag man einfach, weil sie lecker schmecken und einfach sind, z.B. die italienische Küche. Dann gibt es welche, die entdeckt man irgendwann für sich, weil man sich anders ernährt und neue Inspirationen braucht. Mir ging es zumindest so. Meine neue Liebe in der Küche ist im Moment die japanische Küche, weil sie so großartige vegane Lebensmittel und Rezepte bereit hält.

Mein absolutes Lieblingsrezept ist Spinat mit Sesamsauce, der kalt gegessen wird und durch das Dressing eine ganz eigene Note bekommt.

Spinat mit Sesamsauce

Zutaten für 1 Portion:

  • 1 Bund frischer Spinat (oder ca. 200 gr. TK)
  • 2 EL Sesam
  • 2 EL Tahin
  • 1 EL Reisessig
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL brauner Zucker
  • ca. 2 EL Wasser

Zubereitung:

Den frischen Spinat gründlich waschen und putzen. Den Spinat ins kochende Wasser geben und ein paar Minuten kochen, bis er zusammengefallen ist, dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Den Spinat dann mit beiden Händen ausdrücken, bis er fast trocken ist. Dabei erhält man ein kleines Spinatpäckchen, das man dann am besten wieder mit einer Gabel auflockert.

Für die Sesamsauce röstet man den Sesam in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze an. Sobald ein leichter Duft aufsteigt und ein leises Knistern zu hören ist, gibt man den Sesam in einen Mörser und zerreibt ihn zu einer feinen Paste. Das geht sehr schnell und duftet herrlich. In Japan verwendet man dabei einen speziellen Mörser, Suribachi, der feine Rillen hat und den Sesam besonders fein zerreibt. Ich benutze im Moment einen Granitmörser, der auch gut funktioniert, aber der Suribachi ist schon auf meiner Wunschliste 😉

Danach gibt man Tahin, Reisessig, Sojasauce und Zucker dazu und verrührt alles zu einer dicken Paste. Am Schluss gibt man dann noch etwas Wasser dazu, um die Paste geschmeidiger zu machen. Aber nicht zu viel, denn sie Sesamsauce soll sehr dickflüssig bleiben.

Zum Abschluss vermengt man den Spinat sehr gründlich mit der Sesamsauce, so dass er gleichmäßig überzogen ist und bestreut ihn vor dem Servieren mit etwas geröstetem Sesam.

Die Sesamsauce ist so unglaublich lecker, dass ich sie oft direkt aus dem Mörser rauslöffel. Sie passt auch wunderbar zu blanchiertem Brokkoli, der ebenfalls mit der Sesamsauce vermengt serviert wird.

Zu den Salaten passt sehr gut gebratener Tofu mit Reis. Die Mischung aus kaltem Salat und warmen Tofu mit Reis finde ich göttlich!

Gebratener Tofu

Zutaten:

  • ca. 150 gr. Tofu pro Person
  • Sojasauce
  • Japanische Stärke oder Kartoffelstärke
  • geröstetes Sesamöl und japanischer Pfeffer zum Anrichten (optional)

Zubereitung:

Den Tofu in Scheiben schneiden und mit Küchenpapier trocken tupfen. Danach in der Stärke wenden, bis die Stücke leicht meliert sind. In einer Pfanne Sesamöl (oder Sonnenblumenöl) erhitzen und den Tofu darin bei mittlerer Hitze einige Minuten braten, bis er leicht braun zu werden beginnt. Den Tofu dann mit etwas Sojasauce besprenkeln und von beiden Seiten weiter braten, bis die Sojasauce leicht karamellisiert ist und der Tofu appetitlich braun geworden ist. Der Tofu ist dann außen schön kross und innen noch saftig. Wer ihn im Geschmack lieber etwas kräftiger mag, kann ihn vorher in Sojasacue und evtl. Ingwer und Knoblauch marinieren. Mir schmeckt er allerdings so besser, weil der Geschmack der einzelnen Zutaten besser zur Geltung kommt.

Dazu esse ich sehr gerne japanischen Reis, der etwas klebriger ist wie normaler Basmati- oder Langkornreis. Da ich sehr viel Reis esse, habe ich mir vor einiger Zeit einen Reiskocher gekauft, den ich heiß und innig liebe. In Köln gibt es zwei riesige Asiamärkte, die auch Original-Reiskocher aus Asien verkaufen. Ich habe meinen allerdings in Düsseldorf in einem japanischen Supermarkt gekauft und hatte dort Auswahl aus bestimmt 20 Modellen. Wer gerne original japanisches Zubehör und Lebensmittel einkaufen möchte, ist dort im Paradies (die meisten Läden befinden sich auf der Immermannstraße). Dort gibt es Miso-Pasten so weit man blicken kann und den leckersten frischen Tofu, den ich je gegessen habe!

Da ich meistens etwas mehr Reis zubereite, mache ich mir aus dem Rest immer Onigiri, einen japanischen Reisball, den man wunderbar kalt essen und auch gut mit ins Büro nehmen kann. Dazu gebe ich den noch warmen Reis auf ein geröstetes Nori-Blatt und belege diesen evtl. mit Avocado oder Gurke.

Dann rolle ich das Blatt einfach zu einer Rolle zusammen und schneide diese in mehrere Teile. Die Onigiri halten sich wunderbar bis zum nächsten Tag im Kühlschrank und können mit einem Dip aus Sojasauce oder, wer es scharf mag, Wasabi gegessen werden.

Zum Weiterlesen kann ich die Bücher von Harumi Kurihara empfehlen (allerdings nicht nur mit veganen Rezepten). Zuletzt erschienen ist Japanisch kochen ganz easy. Ein Kochbuch mit veganen und vegetarischen Rezepten gibt es bisher nur auf Englisch (und steht ganz oben auf meiner Wunschliste): Kansha.

 

2 Kommentare

  1. Katharina Stahl sagt

    Hallo,

    könnt Ihr ein gutes veganes japanisches Kochbuch empfehlen? Ich liebe die asiatische Küche und mir fehlt es einfach an leckeren veganen Rezepten.

    Lg Katharina

  2. Hallo Katharina,

    mir ist leider kein deutschsprachiges rein veganes japanisches Kochbuch bekannt. Was aber sehr spannend aussieht und was ich schon länger im Auge habe ist das Buch „Kansha: Celebrating Japan’s Vegan and Vegetarian Traditions“ von Elizabeth Andoh. Ansonsten ist eine japanische Autorin sehr zu empfehlen, die allerdings nicht rein vegan/vegetarisch kocht: Harumi Kurihara http://www.amazon.de/Harumi-Kurihara/e/B002PMF2Z4/ref=dp_byline_cont_book_1 Beide Autorinnen habe ich auch oben im Text erwähnt.

    Ein empfehlenswerter Blog ist http://blog.wagashi-net.de. Dort gibt es tolle Rezepte und man findet auch gute Infos über japanische Lebensmittel.

    Berichte doch mal, ob Du was gefunden hast.

    Liebe Grüße
    Miriam

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