Bücher, Kochbücher

Marie Laforêt: Backen ohne Milch und Ei – Vegane Desserts

Kurz vor Weihnachten finde ich endlich die Zeit, dieses schöne kleine Backbuch von Marie Laforêt zu besprechen. Die Autorin ist eine Bloggerin aus Frankreich und betreibt die Seite www.100-vegetal.com. Schon dort sieht man ihre Leidenschaft für’s Fotografieren, denn die Fotos dort sind wirklich toll anzusehen und auch im Buch wurden ausschließlich ihre eigenen Fotos verwendet.

Was mir an Backen ohne Milch und Ei – Vegane Desserts sofort positiv aufgefallen ist, ist der klare Aufbau. Das Buch beginnt mit einer Basiseinführung in die Grundlagen des veganen Backens: Eier ersetzen und Milchprodukte ersetzen. Dann folgt das Kapitel Welche Geräte und Utensilien braucht man zum Backen. Nach diesen Grundlagen ist man gut gerüstet und kann in die ersten Rezepte einsteigen. So beginnt der Rezepteteil dann logischerweise mit dem Kapitel Grundrezepte: Vanilleauce, Teige für süsse Tartes – Mürbeteig mit Leinsamen oder Haselnüssen, Crumble, Sandgebäck, Biskuit und Schokoladenganache. So hat man wichtige „Grundteige“ in einem Kapitel zusammen und kann daraus immer wieder andere Köstlichkeiten zaubern.

Das anschließende Kapitel Plätzchen und Kleingebäck widmet sich ebenfalls dem Backen, dort findet man u.a. die Rezepte Mandel-Schokoladen-Biscotti, Spéculoos (Belgisches Karamellgebäck) oder Kokosberge.

Dann geht es weiter in den Dessertbereich in den Kapiteln Obst-Tartes und fruchtige Desserts mit u.a. einer Zitronentarte und einem Birnen-Matcha-Tiramisu und im Kapitel Cremes und leichte Desserts mit Milchersatz folgen die Rezepte für eine Leichte helle Mousse au Chocolat, einem Käsekuchen mit roten Früchten oder einer Crème brûlée. Auch Panna Cotta (in diesem Fall mit Kirschen und Mandeln) und Kleine Schokoladenkuchen mit zartschmelzendem Schokokern fehlen nicht.

Ich finde ja, von klassischen Rezepten kann man nie genug haben. Das in diesem Buch viele von ihnen versammelt sind, finde ich sehr praktisch, so hat man bei Bedarf alles auf einen Blick und muss nicht lange suchen.

Zum Abschluss folgen noch die Kapitel Tea Time & Brunch und Eis-Desserts. Man schwelgt hier in Karottenkuchen mit Walnüssen, Leichte Brioche mit Olivenöl (sehr französisch!), Zimtschnecken und Waffeln. Wer möchte, kann dann noch Mandel-Grüntee-Eis oder Kokos-Ingwer-Eis am Stiel zubereiten.

Am Ende des Buches findet man noch ein paar Hinweise zur Handhabung und eine Linksammlung für Küchenutensilien, Veganen Produkten und Blogs. Auch das Rezepteverzeichnis nach den verschiedenen Themen „Ohne Gluten“, „Ohne Soja“, „Ohne Schalenfrüchte“, „Ohne Backen im Ofen“ und „Express-Rezepte“ ist sehr praktisch und kann besonders für Allergiker/innen oder eilige Bäcker/innen hilfreich sein.

Die Zutaten für die Rezepte sind in der Regel in jedem Vorratsschrank zu finden oder im normalen (Bio-)Supermarkt erhältlich, nur selten findet man exotischere Zutaten wie Einkornmehl oder Kamutmehl. Auch nicht unbedingt in jedem Vorratsschrank, aber recht einfach zu beschaffen ist Traubenkernöl, das in einigen Rezepten vorkommt und sicher eine gute Investition in die eigene Gesundheit ist. Diese ab und zu vorkommenden „exotischeren“ Zutaten sind auch das einzig Negative, was ich dem Buch ankreiden kann.

Das Buch von Marie Laforêt: Backen ohne Milch und Ei – Vegane Desserts ist im Stocker Verlag erschienen und kostet 14,95 Euro. Weitere Infos finden sich hier.

Mein Fazit:
Das Buch von der französischen Bloggerin Marie Laforêt ist ein kleines, aber feines Back- und Dessertbuch, das auch gut als Einstieg in das Backen ohne tierische Zutaten und tierproduktfreie Desserts genommen werden kann. Deshalb kann ich es auch für Neu-Veganer/innen empfehlen. Schön sind auch das handliche Format und die hübschen Fotos der Autorin.

4 Kommentare

  1. Noemi sagt

    Hört sich sehr gut an. An das backen und Kochen ohne tierische Produkte, traut man sich ja nur sehr zögerlich ran.

  2. Welche Rezepte wurden aus dem Buch schon nachgebacken?
    Den Möhrenkuchen und Cranberry Muffins finde ich nicht schlecht, beim Zimtschneckenrezept scheint aber ein Fehler zu sein oder?

  3. Dieses Review ist vom Dezember 2013, jetzt haben wir Oktober 2015. Eine lange Zeit. Doch Bücher, auch Kochbücher hat man ja etwas länger. Ich habe das Buch jetzt 1 Jahr und schon verschiedenes Rezepte ausprobiert. Das einzige, was mir positiv in Erinnerung ist, sind die Waffeln. Die klappen wunderbar. Alles andere war bisher ein totaler Flop.

    Ich hätte gern gewußt, wer auch Erfahrungen mit den Rezepten hat. Es kann ja auch an mir liegen.

  4. Habe jetzt drei Mal das Möhrenkuchenrezept so wie es im Buch steht gebacken und der Kuchen ist innen roh auch wenn 1 die Backzeit sehr verlängert wird es kaum besser und irgendwann wird die Kruste halt sehr knusprig… Nach einem Tag durchziehen gleicht es sich ein bißchen aus, aber trotzdem. Halbe Menge in einer kleineren Form klappt gut. Aber ich frag mich schon ob das Rezept getestet wurde, ich bin jetzt keine Backanfängerin und drei Mal den gleichen Fehler kann ich auch nicht gemacht haben…

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