Bücher, Kochbücher

Surdham Göb: Meine vegane Küche

Das Frühjahr 2013 erfreut das vegane Kochherz mit einigen neuen Kochbüchern, so auch mit Meine vegane Küche von Surdham Göb. Schon beim ersten Durchblättern fällt einem das traumhaft schöne Layout ins Auge, das die Gerichte aus der mediterranen, asiatischen und europäischen Küche wunderbar präsentiert.

Surdham Göb ist ein auf vegane Küche spezialisierter Kochprofi, der auf 26 Jahre Kocherfahrung mit Stationen in San Francisco, New York und Hawaii zurückgreifen kann – und das sieht man den Gerichten auch an. Heute betreibt er eine Catering-Firma Surdhams Kitchen in München, hält Vorträge über vegane Ernährung und nachhaltige Lebensführung.

Das Buch gliedert sich in die Bereiche Drinks, Salate, Suppen, Vorspeisen, Sandwiches, Hauptspeisen, Nachspeisen, Törtchen und Kuchen. Bereits der Einstieg mit einem Wassermelonen-Drink erfrischt und macht Lust auf mehr. Im Kapitel Drinks finden sich des Weiteren Klassiker wie die Mandelmilch oder Heisse Schokolade, allerdings auf dem Hintergrund von Göbs internationaler Kocherfahrung. Sein Wissen teilt er in kleinen Randnotizen mit, die das jeweilige Rezept ergänzen.

Im Kapitel Salate – Suppen – Vorspeisen findet man u.a. Mizuna (japanischer Senfkohl)-Salat mit Shitakepilzen, kandiertem Ingwer und Sesamdressing, einen Orientalischen Kichererbsensalat mit Pistazien und Datteln, Rote-Bete-Suppe mit tibetischen Momos, Gefüllte Portobellopilze und Klassiker wie Hummus mit Pitabrot und Tultres (Teigtaschen aus Südtirol). Bei den Sandwiches und Hauptspeisen finden sich so leckere Rezepte wie Blumenkohl-Tikka-Naan-Sandwich, Bayerischer Selleriebraten mit Blaukraut, Kartoffelbrei und Kohlrabigemüse und auch wieder ein Rezept aus der japanischen Küche – Japanische Sesam-Reisbällchen mit Avocado-Apfel-Curry und überbackenen Auberginen, das mir persönlich besonders gut gefällt, da ich die japanische Küche sehr mag.

Was auffällt ist, dass sich Surdham Göb mit den Gesetzmäßigkeiten von gesunder Nahrung und der chinesischen Ernährungslehre beschäftigt hat und nur natürliche Zutaten einsetzt. Statt eine Pizza mit „Analogkäse“ zu belegen, nimmt er z.B. selbstgemachten „Tofukäse“. Auch Rezepte aus der indischen Küche setzt er gekonnt um.

Als süßen Abschluss gibt es im Kapitel Nachspeisen – Törtchen und Kuchen dann ein paar Klassiker wie Mousse au Chocolat oder Schokoladen-Bananen-Cupcakes, aber auch ausgefallene Rezepte wie z.B. der Schwarze Sesamkuchen, das Lust macht, auch mal ganz neue Zutaten auszuprobieren.

Das Buch ist im AT Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro. Weitere Infos zu Surdham Göb und ein Video finden sich hier.

Mein Fazit: Das Buch ist ein toller Streifzug durch die internationale Küche mit kreativen Rezepten, die besonderen Wert auf natürliche und biologische Zutaten legen. Dazu gibt der Autor tolle Tipps aus seinem reichen Erfahrungsschatz, bei dem auch ein paar spirituelle Ansätze nicht fehlen. Das macht das Buch sehr „rund“. Dazu noch die tollen Food-Fotos von Oliver Brachat. Gelungen!

2 Kommentare

  1. S1-Grupello sagt

    Wow, das hört sich gut an! Das Buch gehört definitiv auf meinen Wunschzettel 🙂

  2. Dann bin ich gespannt, wie es Dir gefällt, wenn der Wunschzettel abgearbeitet ist. Berichte mal 🙂

Kommentare sind geschlossen.