Zeitschriften

Veggie-Zeitschriften: Slowly Veggie! & Veggie Journal

Gleich zwei neue Veggie-Zeitschriften erobern den Kiosk. Während von Slowly Veggie! bereits die zweite Ausgabe erschienen ist, kam das Veggie Journal mit dem ersten Heft auf den Markt.

 

Slowly Veggie! mit dem Untertitel „Vegetarisch kochen für die Seele“ besticht auf den ersten Blick durch das schöne Layout im Großformat und die hochwertigen Fotos. Das Heft legt den Schwerpunkt auf Kochen und Rezepte und bringt zu jedem Rezept ein ganzseitiges Foto in wirklich schöner Optik. Dabei wird unterschieden in „vegetarische“ und „vegane“ Rezepte, die jeweils einen eigenen Heftbereich beanspruchen. Das macht es leicht, die veganen Rezepte zu finden. Allerdings ist mir aufgefallen, dass viele vegetarische Rezepte schon von Haus aus vegan bzw. sehr leicht in vegan abzuwandeln sind. Weitere Themen sind Food-Blogger und ihre Rezepte, weltweite Veggie-Kochschulen und Lifestyle-Produkte aus dem Bio-Produktsortiment.

Das Heft kostet 4,95 Euro, die nächste Ausgabe erscheint im Oktober.

 

 

Das Veggie-Journal bietet neben 50 Rezepten, die jeweils in vegan oder vegetarisch unterschieden werden, auch einen umfangreichen redaktionellen Teil aus den Bereichen „Mensch & Gesellschaft“, „Lifestyle & Service“ und „Gesundheit & Ernährung“. Dabei geht die inhaltliche Bandbreite von Artikeln über „Der tatsächliche Preis von Fleisch“ und „Vegetarischer Kochausbildung“ bis hin zu Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Kosmetik, Mode, Männer, Sport, Medien und einem City-Spot „Köln“. Ebenfalls enthalten sind ein Interview mit Jérôme Eckmeier und ein Artikel über Nicole Just. Das Heft bietet einen sehr schönen Überblick über die aktuellen Themen der veganen und vegetarischen „Szene“. Auch das Layout ist sehr liebevoll umgesetzt wie ich finde.

Das Heft kostet 3,90 Euro und ich hoffe sehr auf eine zweite Ausgabe.

Mein Fazit: Beide Hefte sind auf ihre Art eine Bereicherung für die vegane Küche, da sie eine Fülle von Rezepten bieten. Darüber hinaus sind sie auch thematisch interessant, wobei Slowly Veggie! durch seine Fotos und deren Umsetzung eher auf den Wohlfühlfaktor setzt, während das Veggie Journal redaktionell mehr auf aktuelle vegane Themen eingeht und so mehr Informationen gerade für „Veggie-Einsteiger“ bietet.

 

3 Kommentare

  1. Carin sagt

    Für mich sind vegetarische Zeitschriften ungefähr soviel tierschutzorientiert, wie jede Ausgabe von „Beef“.
    Die Schnittmengen zwischen Vegetariern und Carnisten sind höher, als die angebliche und immer wieder irrtümlich behauptete Nähe zum Veganismus.
    Rein sachlich und nüchtern betrachtet.
    Grüße!

  2. Hallo Carin,
    das sehe ich nicht ganz so eng, obwohl ich Deinen Standpunkt verstehen kann. Natürlich ist vegetarisch nicht vegan und erzeugt immer noch genug Tierleid, aber irgendwo muss der Mensch ja anfangen. Und kein Fleisch zu essen, ist doch ein guter Anfang.
    Zeitschriften, die vegetarische und vegane Gerichte nebeneinander zeigen, finde ich zwar nicht konsequent, aber sie versuchen, eine breite Leserschaft zu erreichen. Immerhin! Noch vor Jahren waren solche Hefte undenkbar.
    Viele Grüße, Miriam

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